Im 15/16. Jahrhundert stand in Hagenmühle eine Mühle, die nach und nach verfiel. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Mühle von Adam Georg Hagn aufgebaut und am 14. Juli 1751 an seinen Sohn Georg Hagn übergeben. Das Schleif- und Polierwerk ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet worden.
Am 26.10.1807 verkaufte Beno v. Sojer sein Schleif- und Polierwerk an Wenzl Lenk, Glashüttenm eister von der Hütte Neulosimtal. Weitere Besitzer waren 1820 Balthasar Schreml und 1832 Georg Adam Schreml.
1866 erbte Leo Maduschka von seinem Schwiegervater Georg Adam Schreml die Hagen-mühle, ab 1905 leitete Leo Maduschka jun. bis zu seinem Tode 1965 das Werk.
Es existierte ein oberes und unteres Werk. Das obere Werk wurde nach der Errichtung des Schleif- und Polierwerkes zu Beginn des 19. Jahrhunderts in seiner Form nicht verändert und erweitert. Dort waren zur Blütezeit fünfzig Arbeiter mit der Glasveredelung beschäftigt. Sie bedienten über ein Dutzend Schleifapparate mit etwa vierhundert Polierblöcken. Unübersehbar ist auch heute noch der für das Polieren benötigte rote Staub, das so genannte Pottee. Zu Spitzenzeiten wohnten ca. 140 Personen in Hagenmühle.
Das Polier- und Schleifhaus, Wohnhäuser, Nebengebäude und die kleine Kapelle befanden sich in einem verheerenden Zustand. Im Jahre 1980 erwarb die Familie Heinle das gesamte „Dörfchen“ und schuf in wenigen Jahren ein „historisches Kleinod“.
Besonders sehenswert ist das im ehemaligen Wirts-haus liebevoll eingerichtete Puppen- und Spielzeugmuseum, das jeweils mittwochs von 14–18 Uhr zu besichtigen ist – Sondertermine auf Anfrage. Das renovierte Schleif- und Polierwerk ist ganztägig zu besichtigen und frei zugänglich.