Ausstellung Toto und Joelle Girard

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Kunsthaus Waldsassen , Kunstgasse 1, 95652 Waldsassen

Ausstellung

Die beiden Künstler aus Ville du Bois bzw. Paris präsentieren internationale Kunst in Waldsassen.

Beide Künstler sind während der Ausstellung in Waldsassen zu Gast. Die Besucher können im Kunsthaus live beim Arbeiten zu sehen und Performances besuchen.

Toto

Bereits als Kind hat Toto gezeichnet und tut es immer noch. Mit zwanzig kam dann die Bildhauerei ins Spiel; er hatte einen Artikel über einen Bildhauer gelesen der ihn sehr inspirierte, also meldete er sich zu einem Töpferkurs an, um es mal mit Ton auszuprobieren (er war der Einzige, der Skulpturen anfertigte) und zack – modelliert er seit 45 Jahren mit großer Begeisterung. Ein paar Jahre später besuchte er einen richtigen Bildhauerkurs, wo er die Steinbildhauerei und das Anfertigen von Gipsformen erlernte.

Schon bei seiner ersten Ausstellung habe er einen Preis gewonnen. Das hat ihn total beflügelt! Danach nahm er viele Jahre lang an unzähligen Ausstellungen und Kunstmessen teil. Durch weitere Auszeichnungen erfuhr er Anerkennung und sein Name wurde bekannt. Dieser Werdegang ist für einen Künstler von großer Bedeutung, sie zeigen ihm, dass er auf dem richtigen Weg ist und dass seine Werke verstanden werden.

Neben Ton haben ihn auch andere Materialien, wie Stein, Metall, Gips und Pappmaché fasziniert. Derzeit experimentiere er mit Skulpturen aus Holz und Pappe.

Jedes Material hat seine eigenen spezifischen Merkmale und Besonderheiten und damit seine eigene Sprache. Es ist absolut berauschend und schier endlos!

Eine weitere Etappe hat sein Leben völlig auf den Kopf gestellt: die monumentalen Skulpturen. Schon mit der ersten Skulptur eröffnete sich ihm eine neue, fantastische Welt: Durch ihre außergewöhnliche Größe, ihre Allgegenwart rund um die Uhr und einer unglaublichen und besonderen Beziehung zu den Bewohnern in deren öffentlichem Raum sie steht.

Er teile seine beiden Leidenschaften, Zeichnen und Bildhauerei, indem er Zeichen- und Bildhauerkurse gebe.

„Die Bildhauerei ist für mich absolut lebensnotwendig; sie ist meine Lunge, mein Gehirn, mein Blut, sie ist ein Teil von mir. Sie ist sowohl die treibende Kraft als auch der Sinn meines Daseins. Die Bildhauerei erlaubt mir, meiner Fantasie konkrete Form zu geben und sie so zu einem wunderbaren Vehikel werden zu lassen, um meine Emotionen zu transportieren. Ich reise ungehindert durch sie hindurch, glücklich, mit stets offenen Augen für neue Horizonte.“ Toto

Joëlle Girard

Erîle oder die Ästhetik des Verlusts

Die promovierte Malerin und Performance-Künstlerin Joëlle Girard, präsentiert ihre neue Werkserie mit dem Titel „Erîle, die kleinen Inseln“. Zehn Jahre nach ihrer Dissertation über den Mythos der Dibutade an der Universität für Bildende Künste in Paris-Sorbonne, greift die Künstlerin das ursprüngliche Thema ihrer Doktorarbeit wieder auf, um die „Spuren der Abwesenheit“ zu erforschen.

Der Mythos als DNA

Joëlle Girards Werk basiert auf einer Gründungszählung des Plinius: der Geschichte der jungen Korintherin Dibutade. Um das Bild ihres in den Krieg ziehenden Geliebten festzuhalten, zeichnete sie den Umriss seines Schattens an die Wand und erfand so die Zeichenkunst. Sie ist damit jene „Heldin“, die – nach den Worten von Jacques Derrida – die „Ästhetik des Verlusts“ der tatsächlichen Anwesenheit vorzieht: Sie verzichtet auf das Fleisch zugunsten des Eidôlon (des Bildes) und verwandelt diesen Mangel in eine treibende Kraft des Schöpferischen.


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Veranstalter

Kunsthaus Waldsassen e.V.
Stationsweg 25, 95652 Waldsassen
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Autor

Tourist-Info Waldsassen Inge Frank
95652 Waldsassen

Organisation